Seit Mitte Januar macht das SchwimmMobil „Wundine I“ der Josef Wund Stiftung Station in Ingersheim. Bis Ende März erhalten hier 136 Kinder im Alter von vier bis neun Jahren jede Woche 90 Minuten Wasserzeit auf dem Parkplatz der Fischerwörth-Halle. Anschließend gibt es ein Kompaktangebot in den Osterferien. Bei einem Vor-Ort-Termin am Dienstag, 3. Februar 2026, konnten sich die Mitglieder des Gemeinderats Ingersheim einen Eindruck von dem „Bonsai-Bad“ machen.
Das mobile Lehrschwimmbecken schafft ideale Bedingungen, um Kindern spielerisch Sicherheit und Freude im Wasser zu vermitteln. Vormittags nutzen Grundschulklassen das Becken, nachmittags Kinder aus acht Kindertagesstätten. Pro Tag finden sechs Einheiten mit jeweils sechs Kindern statt.
„Schwimmen zu können rettet nicht nur Leben, es ist auch wichtig für die Teilhabe an Freizeitaktivitäten, wie Freibad- oder Badeseebesuchen“, sagt Christoph Palm, Vorstand der Josef Wund Stiftung. „Allerdings können immer weniger Kinder sicher schwimmen. Es fehlt an Schwimmflächen, Schwimmlehrerinnen und -lehrern, zudem sind die Transportwege zum nächstgelegenen Hallenbad oftmals lang. Hier setzen wir mit unserer Wundine Schwimmakademie an: Wir stellen den Kommunen neben unserem SchwimmMobil auch die Schwimmlehrkräfte zur Verfügung. Seit 2022 konnten so bereits rund 4.000 Kinder ans Wasser und das Schwimmen herangeführt werden. Das ungebrochen hohe Interesse der Kommunen in Baden-Württemberg bestätigt uns weiter in unserer Arbeit.“
Auch Bürgermeisterin Simone Lehnert zeigte sich beim Ortstermin beeindruckt vom Engagement der Stiftung und den ersten sichtbaren Fortschritten der Kinder: „Mit dem Schwimmmobil geben wir unseren Kindern im Alter von vier bis neun Jahren die Chance, frühzeitig schwimmen zu lernen. Schwimmen ist nicht nur eine sportliche Fähigkeit, sondern eine lebenswichtige Kompetenz, die Sicherheit gibt, Selbstvertrauen stärkt und im Ernstfall Leben retten kann. Dass wir dieses Angebot drei Monate lang direkt nach Ingersheim holen konnten, ist ein großer Gewinn für unsere Kommune und die Familien vor Ort.“
Hintergrund
„Wundine on Wheels“ ist ein Projekt der Josef Wund Stiftung, das mobile Lehrschwimmbecken an Schulen und Kitas bringt, um Kindern den Zugang zum Schwimmen zu ermöglichen. Die sechs Meter langen und zwei Meter breiten Schwimmbecken auf Rädern sind für Kurse der Wassergewöhnung und Grundschwimmfähigkeiten konzipiert. Die Stiftung setzt vier solcher SchwimmMobile ein und kooperiert dabei mit Partnern wie dem Land Baden-Württemberg, Kommunen und dem Württembergischen Landessportbund (WLSB). Rund 4.000 Kinder haben in den vergangenen drei Jahren eines der SchwimmMobile der Josef Wund Stiftung genutzt.


