Die Nachrichten rund um Wasser werden immer beunruhigender: Wasserknappheit, übernutzte Ressourcen, Dürren und Hochwasser zeigen, wie groß die Herausforderungen inzwischen sind. Umso wichtiger ist der internationale Austausch darüber, wie Wasserressourcen künftig verantwortungsvoller genutzt und geschützt werden können.
Ein zentraler Treffpunkt für diesen Austausch ist die World Water Week in Stockholm. Die Josef Wund Stiftung war in diesem Jahr erstmals vor Ort. Unter dem Motto Water for People and Progress kamen Fachleute aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus aller Welt zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und Lösungsansätze vorzustellen.
„Water bankruptcy“: Wenn Wasserkrisen nicht mehr vorübergehend sind
Besonders eindrücklich waren die Impulse von Prof. Kaveh Madani, Träger des Stockholm Water Prize 2026. Mit seinem Konzept der „water bankruptcy“ beschreibt er eine Entwicklung, die über vorübergehende Wasserknappheit hinausgeht.
Werden Wasserressourcen über lange Zeit übernutzt und natürliche Systeme dauerhaft geschädigt, kann ein Punkt erreicht werden, an dem sich frühere Zustände nicht mehr vollständig wiederherstellen lassen. Madani lenkt damit zugleich den Blick auf die Verantwortung von Politik und Gesellschaft: Wasserkrisen sind nicht ausschließlich eine Folge klimatischer Veränderungen, sondern hängen wesentlich davon ab, wie mit vorhandenen Ressourcen umgegangen wird und welche Entscheidungen getroffen werden.
Junge Ideen für die Zukunft des Wassers
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs lag auf dem Stockholm Junior Water Prize. Der internationale Wettbewerb bringt junge Forschende aus verschiedenen Ländern zusammen, die sich mit wissenschaftlichen Projekten und neuen Ideen rund um das Thema Wasser beschäftigen.
Für die Josef Wund Stiftung wird dieser Wettbewerb künftig eine besondere Bedeutung haben: Ab 2027 unterstützt die Stiftung gemeinsam mit Jugend forscht die deutsche Nominierung für den Stockholm Junior Water Prize.
Damit baut die Josef Wund Stiftung ihr Engagement im Bereich Wasserforschung und Nachwuchsförderung weiter aus. Ziel ist es, junge Menschen zu ermutigen, sich wissenschaftlich mit den großen Wasserfragen unserer Zeit auseinanderzusetzen und eigene Lösungsansätze zu entwickeln.
Der erste Besuch der World Water Week hat dabei viele neue Eindrücke und Perspektiven eröffnet – und zugleich gezeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Generationen sind, wenn es um die Zukunft unserer Wasserressourcen geht.


